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Eine Mutter bringt ihr Kind in Sicherheit, zwei Alte retten nur noch ihr nacktes Leben, im Hof stapeln sich Küchengeräte, Wäschebündel und Kostbarkeiten, die Zuschauer gaffen und kommentieren nur. Das ganze ist ein Bild der Hilflosigkeit und Verzweiflung. · Vorwort Die Geschichte und Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg beruht auf den Aufzeichnungen, Nachforschungen und Recherchen von unserem Ehrenkommandanten August Paul und unserem Kreisheimatpfleger Markus Krammer. Sollte noch jemand Unterlagen oder Fotos haben ( gesucht wird vor allem ein Bild von Johann Strauß-damals Wirt vom Oberwirt und Emil Hartnagel-Kommandant 1935 ) sind wir unter
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zu erreichen.
August Paul hat eine Chronik der FF Ebersberg erstellt, die mitlerweile ca. 50 Ordner umfasst, und so umfangreich ist, daß eine gänzliche Veröffentlichung hier unmöglich ist.
Markus Krammer unterstützt uns in jeder erdenklichen Art und Weise, insbesonders bei der Auswertung alter Fotografien und Schriftstücke. Ihnen sei an dieser Stelle ein herzliches "Vergelt´s Gott" für die Unterstüzung bei der Erstellung dieser Chronik gesagt. Die Autoren dieses Beitrags Christoph Münch und Andreas Reischl 10. Oktober 1822· Erste Feuerlöschordnung
Aufgezeichnet von·Kreisheimatpfleger Markus Krammer Im Laufe seiner Geschichte wurde Ebersberg wiederholt von Feuersbrünsten heimgesucht. So legte, wie der Ebersberger Chronist Franz Xaver Paulhuber schreibt, „ein gewisser Conrad, Profeß und Priester des Klosters, welcher das Unglück hatte, närrisch und wahnsinnig zu sein", am 4. Mai 1305 im damaligen Benediktinerstift Feuer. Innerhalb kurzer Zeit stand das gesamte Kloster in Flammen. An Löschen war hier nicht mehr zu denken, und die Mönche mußten buchstäblich zusehen, wie alles ein Raub der Flammen wurde. Abt Otto Siegersdorfer brachte es aber fertig, das Kloster innerhalb drei Jahren wieder aufzubauen. Gut dreihundert Jahre später, während des dreißigjährigen Krieges, lagerten an die sechshundert Bauern in Ebersberg, die gegen die fast erdrückenden Quartierslasten und plündernden Soldaten rebellierten. Generalfeldwachtmeister Graf von Cronberg ließ durch kurfürstliche Truppen den Ort umzingeln und überwältigte schließlich mit Hilfe zweier Kanonen die Aufständischen. Die Soldateska wütete grausam. An die dreihundert Personen wurden hingerichtet und in Massengräber verscharrt. Durch welche Umstände dann zu allem Unglück noch Feuer ausbrach, kann heute nicht mehr festgestellt werden. Zwanzig Häuser, die damals ja größtenteils aus Holz bestanden, wurden von den Flammen verzehrt. Knapp 150 Jahre später, am 20. Mai 1781, brach im Bräuhaus auf der Hopfendarre Feuer aus. Im Verlauf einer halben Stunde brannte bereits das gesamte Kloster und der über 5000 Scheffel fassende Getreidekasten (jetziges Forstamt). Drei Tage dauerte die Feuersbrunst. Durch die große Hitze schmolzen sogar die Kirchenglocken. Schließlich stürzte am fünften Tage nach dem Ausbruch Feuers das Gewölbe des Gotteshauses ein. Der 33jährige Johann Mayer aus Hohenthann und Barbara Armansperger aus der Pfarrei Holzen wurden dabei von den herabfallenden Gesteinsbrocken erschlagen. Noch heutigentags tritt im Bereich des Klosters und der Kirche bei Grabarbeiten eine dunkle Brandschicht zutage, die uns an die schwarzen Tage in der Geschichte der Stadt Ebersberg erinnert. Um die Jahrhundertwende fand man bei Ausschachtungsarbeiten für eine Gartenmauer das Bruchstück einer Glocke und brachte es als Erinnerung an den großen Brand im damaligen Heimatmuseum unter. Dieses Museum, das unter vielen wertvollen Ausstellungsstücken auch eine alte Feuerspritze vom Jahre 1790, mit der Aufschrift „ Carolus Augustus S.R.J. Prinzeps" beherbergte, fiel im Jahre 1925 leider ebenfalls einer Brandkatastrophe zum Opfer. Zahlreiche Votivtafeln in Kirchen und Kapellen künden von Feuersbrünsten, meist ausgelöst durch Blitzschlag, oder unsachgemäßes Hantieren mit offenem Feuer, aber auch durch Brandstiftung. Da die Häuser zum großen Teil aus Holz bestanden, brannten sie wie Zunder, und mit den damaligen Lösch- mitteln konnte man da nicht viel ausrichten. Um dieser Misere wenigstens einigermaßen entgegnen zu können, beschloß deshalb am 7. September 1822 der Gemeindeausschuß von Ebersberg, bestehend aus dem Gemeindevorsteher Josef Eichberger, Gemeindepfleger Nikolaus Peter Musian, und den Gemeindebevöllmächtigten Ignatz Hirschvogel, Josef Hartmann, sowie Georg Forstner eine Feuerlösch- ordnung, die wohl einmalig im ganzen Umkreis sein dürfte. Interessant für die Ortsgeschichte sind diese Aufzeichnungen auch deshalb, weil ihnen fast ausschließlich die alten Ebersberger Hausnamen aufgeführt sind. Gemäß der Anordnung hatte demnach jeder Hauseigentümer, „wenn Feuerlärm geschehe, vor seinem Hause einen Zuber mit Wasser zu stellen und beständig zu unterhalten, damit davon die herumstehenden Wasserfässer gefüllt worden können, weil im Orte Wassermangel herrscht." Als Wasserreserven sind angeführt: „Im Markte Ebersberg und im Gerichtshofe nächst dem Weißgerber die von Echthal´sche Wasserreserven." Ferner eine im „Ullimetzgergarten nächst dem Gautingerhaus" (an der Heinrich-Vogl-Str.), und im „Schererwirtsgarten des Jakob H Hamberger (Gaststätte Hamberger), hinter des Kleemayerhaus, (an der Pfarrer Bauer Str.), als auch nächst der Schmiede in der Reitwiese" (Anwesen Binsteiner an der Baldestraße). Im größten Notfall aber könne der „Eberlweiher nächst dem Loderer am See" benützt werden. Da zur Winterszeit der Fall eintreten könnte, daß einige der Wasserbehältnisse eingefroren seien, „so haben die Angrenzer an diese Wasserbehälter im Falle eines Feuerlärms sogleich aufzuhauen und zum Gebrauch herzurichten." Zum „Eisaufhacken" in der Reserve am Marktplatz hatten der „Kiermayerwirt, Hofwirt, Oberwirt und Hölzerbräu jeder einen Mann mit Hacke zu bestellen. " Zum Wasserschöpfen hatten sich an der Reserve einzufinden, und beständig zu verweilen: Taglöhner, Veichtkarner, Hansmann Kirchner, Platzweber, Platzmelber, Krämer Musinan und Vazanini, Torschneider, Neuwirt, Prieslerhans, Ammlerwirt, Handschuhbäck und Waltlbäck." Ebenso wie hier wurde auch die Besetzung der weiteren Reserven angeordnet. Die nötigen Spritzen, Leitern und Wassereimer waren in der „jedem bekannten Feuerremise" vorhanden, und mußten verordnungsgemäß immer in gutem und brauchbaren Zustand gehalten werden. Da nur wenige Wassereimer im Feuerhaus waren, wurde es für notwendig erachtet, dass mit einigen Trank und Branntweinfässern ausgeholfen wird. „Wenn Feuerlärm entsteht, haben die folgenden Haus- eigentümer ihre Trankfässer einzuspannen und an die Feuerstätte zu führen: Hof-, Jäger-, Ober-, Kiermayer- und Ammlerwirt, sowie der Kreil." Der erste von diesen sechs, der mit dem Faß an die Brandstätte kam, erhielt eine Belohnung von 1 Gulden, 12 Kreuzer. 2 Gulden, 24 Kreuzer bekam derjenige, welcher als erster mit zwei Pferden bei der großen Feuerspritze anlangte. Mehrere Zimmerleute und Maurer hatten mit Leitern, Schaufeln und Hacken an der Brandstätte zu sein. Bei Entdeckung des Feuers hatte der Nachtwächter „gleich Lärm zu machen, den Mesner zum Sturmläuten aufzufordern, die Gerichtsdiener zu wecken und beim Landgericht Lärm zu machen." Wer mit einem Gewehr versehen war, hatte „auf vorsichtige Weise" gleichfalls durch Schießen Lärm zu machen. Jeder Hauseigentümer hatte „bei entstandener Feuersbrunst" eine brennende Laterne vor das Haus au stellen. Schließlich wurde in dieser Anordnung noch geregelt, daß nur die Feuer- kommission, bestehend aus Herren des Landgerichts und des Gemeindeausschusses Anordnungen am Brandherd erteilen durfte, „da sonst nur Unordnung und Verwirrung entstünde." Als allgemeine Bestimmung wurde noch festgehalten, daß „jeder Hausbesitzer eine Person mit einem Wasserschaffl und einem Schöpfer an die Brandstätte zu schicken hat. " Im Falle er dies unterlassen würde, müsse er mit einer Strafe von 1 Gulden rechnen. Diese, hier nur in Auszügen wiedergegebene Ebersberger Feuerlöschordnung fand am 10. Oktober 1822 die Zustimmung und Bestätigung des hiesigen königlichen Landrichters. Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg Wie bereits oben beschrieben, besaß die Gemeinde Ebersberg seit dem 10. Oktober 1822 eine Feuerlöschordnung. In der Nacht vom 12. auf den 13. Januar 1862 brannte es in Ebersberg in der jetzigen Henrich-Vogl-Straße vom "Oberwirt" bis hinauf zum "Melcherbäck" ( heutige Bäckerei Freundl ). Dieses Inferno erlebte bereits der damalige Landgerichtspraktikant Joseph Haggenmiller, der im Jahre 1860 an das hiesige Landgericht kam. Dieses Ereigniss muß bei Joseph Haggenmiller wohl einen prägenden Eindruck hinterlassen haben, daß er mit Nachdruck die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr voran trieb. Am 05. Mai 1872 war es dann endlich soweit : Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg. Mit einem Schreiben vom 24. April 1872 hatte Haggenmiller die Ortsbewohner von Ebersberg dazu eingeladen, "entweder durch wirkliche Teilnahme oder Einzeichnung als Ehrenmitglied zur Begründung einer Feuerwehr mitzuwirken". 

Die Resonanz war so groß, daß am 05. Mai 1872 die Freiwillige Feuerwehr Ebersberg gegründet werden konnte. 


Bei dieser Gründungsversammlung wurde Joseph Haggenmiller zum Vorsitzenden und Johann Strauß, Wirt vom Oberwirt, zum Kommandanten, sowie David Sarreiter zu dessen Adjudanten der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg gewählt.  Joseph Haggenmiller, Königlicher Rat Geboren am 12. August 1837 in Isen Träger versch. Orden und Ehrenzeichen ( Feuerwehrverdienstkreuz, Prinz-Luitpold-Medallie ) Gründer der FF Ebersberg am 05.Mai 1872 Vorstand der FF Ebersberg 1872-1912 Vorsitzender des Bezirkfeuerwehrverband Oberbayern Vorsitzender des bayerischen Landes-Feuerwehr-Ausschusses Bürgermeister der Gemeinde Ebersberg 1865-1876 Ehrenbürger der Gemeinde Ebersberg Verstorben am 25. September 1913  Johann Strauß Gewählt als Kommandant bei der Gründungsversammlung
Selbstverständlich durfte eine Fahne für den neu gegründeten Verein nicht fehlen. 

Nun ging es daran den "Feuerlöschdienst" zu organisieren und in geregelte Bahnen zu bringen. Dazu wurde vom Kommando eine Alarmordnung für Brandfälle festgelegt, die auf das genaueste einzhalten war. Im Frühjahr 1873 wurde eine neue Spritze beschafft, die von den Mitgliedern damalsnoch selbst bezahlt werden musste!! Mit dem Neuerwerb dieser Spritze machte sich Bezirksbaumeister David Sarreiter gleichzeitig Gedanken über die Unterbringung der Feuerlöschrequisiten, die seit Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg in einem Anbau der Brauerei untergebracht wurden. Dieses Vorhaben wurde aber von übergeordneter Stelle abgelehnt. 

In diesen Garagen waren die "Löschrequisiten" bis zum Jahr 1914 untergebracht 
David Sarreiter Er entwarf einen Plan, wie ein mögliches Feuerlösch-Requisiten-Lokal aussehen könnte. Leider wurde dieser Plan nie verwirklicht. 
Damit das Bereitstellen von Pferden für das Fuhrwerk, auf dem die Spritze samt dazugehörigem Material befördert wurde, besser von statten lief, wurde ein genauer Plan aufgestellt, wer wann seine Pferde bei einem Brand bereit stellen musste. 
Zwischen 1885 und 1902 wechselte das Kommando zu Georg Forstner, Joseph Habbach ( Bürgermeister von Ebersberg 1876-1891 ) und Georg Radl ( Bürgermeister von Ebersberg 1891 - 1906 ). Leider ist hier eine genaue Datierung nicht mehr möglich. 
Georg Forstner 
Joseph Habbach 
Georg Radl In den Jahren bis 1897 wurde von den Mitgliedern immer wieder versucht, die Ausrüstung zu verbessern, wobei die anfallenden Kosten von der Feuerwehr selbst zu bezahlen waren. Es wurde von der Feuerwehr immer wieder darum gebeten, daß die sich nun anfallenden Schulden von der Gemeinde übernommen werden. Dies wurde abgelehnt. Erst mit dem Briefwechsel im Februar 1890 zwischen Feuerwehr und Gemeinde konnte dieses Problem gelöst werden. 

Im Jahre 1887 wurde eine neu Vereinsfahne von Pfarrer Otter anlässlich ihres 15-jährigen Gründungsfestes der Feuerwehr geweiht. 
Am 13. Juni 1897 wurde der Feuerwehr Ebersberg die Übernahme der Patenschaft für die Standarte der Feuerwehr Anzing angetragen. Dieser Bitte wurde selbstverständlich entsprochen und am 11.Juli 1897 fuhr ein Abordnung nach Anzing zur Weihe. Mit einem großen Fest ist das 25-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg gefeiert worden. Vom 21. August 1897- 23. August 1897 kamen zahlreiche Feuerwehren und die Ortsvereine der Einladung nach und beteiligten sich an den Feierlichkeiten. Am 21. August 1897 wurde Joseph Haggenmiller in seinem Amt als 1. Vorstand der Feuerwehr Ebersberg bestätigt. Zahlreich Honorationen sprachen dabei J. Haggenmiler ihren Dank aus, " der sich unermüdlich für die Belange der Feuerwehren einsetzt". Bei der anschließenden Parade am Sonntag-Mittag stellte der inspizierende Beamte Höfner fest: " ...daß die Feuerwehr Ebersberg allen Anforderungen vollkommen entspricht und in Bezug auf Disziplin, Schulung und praktischer Ausbildung zu den besten des Bezirkes und Kreises gezählt werden kann und muß". 

Bild der aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg aus dem Jahre 1898. 
Sitzend v.l.n.r. Max Wellnhofer-Johann Baptist Kern-Franz Saißrainer-Wolfgang Wallner-Josef Mascher-Jakob Weilhammer- Sebastian Birkmaier 2. Reihe v.l.n.r. Kaspar Hupfauer-Johann Beham-Korbinian Riedmeier-Grad-Simon Bichlmeier-Kajetan Loibl-Sebastian Schuster-Üblacker 3. Reihe v.l.n.r. Baptist Müller-Georg Eichberger-Erhardt Schwanzer-? 4. Reihe v.l.n.r. Josef Loibl-Georg Mayer-Xaver Weber In dieser Zeit wurden die Übungen in der hiesigen Lokalzeitung bekannt gegeben. Eine Nichtteilnahme konnte schwere Strafen nach sich ziehen, die von einer Geldstrafe bis zu Gefängniss reichten. Georg Eichberger, Bürgermeister 1906-1919, wurde am 12. Mai 1902 zum Nachfolger von Georg Radl als Kommandant gewählt. Er hatte dieses Amt bis 1914 inne. Am 01. Oktober 1906 wird Joseph Haggenmiller zum 1. Vorsitzenden des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes gewählt. Zu dieser Zeit wurde die Feuerwehr Ebersberg immer wieder zur überörtlichen Löschhilfe gerufen. Es wurde noch mit Pferdebespannten "Löschwagen" ausgerückt. Zum 70. Geburtstag von Joseph Haggenmiller am 11. August 1907 erwiesen zahlreiche Fahnenabordnungen und Honorationen des Königreiches Bayern dem Jubilar ihre Aufwartung. 
Joseph Haggenmiller in Paradeuniform an seinem 70. Geburtstag 
Als Geschenk erhält er u.a.eine Automobilfahrt Bei der Generalversammlung am 15. März 1910 wird Joseph Haggenmiller erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt. 
Bei der Bezirksfeuerwehr-Versammlung am 13. Juli 1913 legt J. Haggenmiller sein Amt als Bezirksfeuerwehrvertreter nieder. Im Alter von 76 Jahren verstarb am 25. September 1913 in Ebersberg Joseph Haggenmiller. 39 Fahnenabordnungen, Vertreter der bayerischen Staatsregierung, des bayerischen Königshauses und des Reichsfeuerwehrverbandes erwiesen ihm die letzte Ehre. 

Anfang des Jahres 1914 gab es erneut Diskussionen über die Unterbringung der Feuerlöschgeräte. Die Räumlichkeiten am Schloßplatz wurden zu klein. Verschiedene Möglichkeiten wurden erörtert, und das Problem sollte erst mit dem Neubau 64 Jahre später an der Eberhardstr. im Jahr 1978 gelöst werden. Zwischenzeitlich wurden die Geräte in den Garagen unter dem Rathaus untergebracht. 

Gleichzeitig machte Georg Birkmaier der Gemeinde ein Angebot zum Erwerb eines "Löschfahrzeuges". Am 18. Februar 1914 erhielt er dann den Auftrag, dieses Fahrzeug zu bauen. Durch den Ausbruch des 1. Weltkriegs konnte dieses Vorhaben aber nicht mehr umgesetzt. werden.


Da der langjährige Vorstand J.Haggenmiller nach 41 Jahren als 1.Vorstand im Amt verstorben ist, wurde Bürgermeister Georg Eichberger bei einer Mitglederversammlung am 15. März 1914 zu seinem Nachfolger gewählt. Der Mitgliederstand betrug 120 Mann. Aus diesem Grund wurde die Feuerwehr Ebersberg in 2 Kompanien geteilt. In den Kriegsjahren 1914-1918 ist nicht genau bekannt, wer wie lange das Kommando in Ebersberg führte. Aus den uns vorliegenden Schriftstücken geht hervor, daß Wachtmeister Josef Fichter und Georg Eichberger Kommandanten in Ebersberg waren. 
Georg Eichberger 
Josef Fichter Von den Jahren 1914-1918 sind nur sehr wenige Unterlagen vorhanden. Am 30.Januar 1915 wurde der Rathausumbau für die Feuerwehr abgelehnt. Bei der Generalversammlung, die am 11. April 1915 stafttfand, wird das Eintrittsalter auf 16 Jahre gesenkt. 41 Mitglieder sind bereits zum Kriegsdienst eingerückt, 6 davon gefallen. Die 63. Sitzung des Landesfeuerwehrverbandes findet am 04. September 1914 in Ebersberg statt. Zu Ehren ihres langjährigen Vorsitzenden Joseph Haggenmiller wird an der Ostseite des Rathauses eine Gedenktafel enthüllt. 
Bei der Generalversammlung am 24. Januar 1916 ist immer noch Georg Eichberger als Kommandant und Vorstand geführt. Die Jugendfeuerwehr wurde am 02.Juli 1916 gegründet. Die Kriegszeit ging auch nicht ohne Spuren an der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg vorbei. Ersatzbeschaffungen von Material war fast unmöglich, und die Mitglieder mussten mit dem wenigen,das in der Gemeinde vorhanden war, das beste daraus machen. 13 Mitglieder kehrten nicht mehr nach Hause zurück: Markus Grabmeier, Kaspar Eichberger, Josef Huber, Max Stumbeck, Franz Kurzeder, Georg Hinterberger, Engelbert Brandenberger, Friedrich Schiebl, Josef Mascher, August Hinterberger, Max Altinger, Johann Schauberger, Josef Bauer 
Nach Ende des 1. Weltkrieges musste sich die Freiwillige Feuerwehr Ebersberg neu formieren. Viele Vereinsmitglieder waren gefallen,einige wurden noch vermisst. Der damalige Kommandant Fichter verfasste einen kurzen Rückblick auf die Kriegsjahre. Bis in die Mitte der 20-iger Jahre sind sehr wenig Unterlagen und gesicherte Daten vorhanden. Übungstermine wurden in der Zeitung angekündigt und bei einem Fernbleiben derselbigen konnten schwerste Strafen ausgesprochen werden. Man konnte sich aber auch freikaufen, wie nachfolgender Brief zeigt. 

Außerdem wurde damals bereits über eine "Feuerwehrsteuer" nachgedacht, um die Feuerwehren finanziell zu unterstützen. 
Schon damals wurde die Ebersberger Feuerwehr zu überörtlichen Löschhilfen gerufen. Anfahrtszeiten von bis zu einer Stunde waren damals keine Seltenheit. 23. Juli 1925 - Das Rathaus brennt!!! Mit eine der größten Brandkatastrophen in Ebersberg war der Brand des Rathauses, bei dem der komplette Dachstuhl vernichtet und große Teile der darunter liegenden Räumlichkeiten durch Wasserschaden beschädigt wurden. Außerdem ist durch den Bran das Heimatmuseum, das seinerzeit von Pfarrer Guggetzer in mühevoller Arbeit aufgebaut wurde total zerstört worden. 
Das Rathaus vor dem Brand. Auslöser des Brandes war der Isolatorenturm, der im Bild rechts oben auf dem Dachstuhl zu sehen ist. 
Innerhalb kürzester Zeit - begünstigt durch den massiven Dachstuhl - war alles in Schutt und Asche gefallen. Die Freiwillige Feuerwehr Ebersberg wurde dabei von der Feuerwehr aus München unterstützt. Das Löschwasser wurde vom Klostersee heraufgepumpt. 
Einen Tag später bedankte sich der Gemeindrat Ebersberg mittels einer Zeitungsanzeige für die Löscharbeiten.Außerdem haben die Hauseigentümer Schmederer ( Oberwirt ), Huber ( Hölzerbräu ) und weitere Geschädigte in selber Weise ihren Dank ausgedrückt. 
Am 01. Februar 1926 wurde ein neuer Kommandant gewählt. Josef Hinterberger wurde von den Mitgliedern der Feuerwehr dieses Amt anvertraut. 
Bereits 1914 hatte Georg Birkmaier der Gemeinde ein Angebot für ein "Feuerwehrauto" unterbreitet. Jetzt, 14 Jahre später, im Juni 1928 wurde dieses Vorhaben, wenn auch auf Umwegen, verwirklicht. Die Gemeinde beschaffte einen neuen Sprengwagen,um die Gemeindestraßen die ja noch aus Kies bestanden, zu wässern. Georg Birkmaier funktionierte das Fahrzeug so um, daß damit auch eine Motorspritze der Feuerwehr befördert werden konnte. 
Die Hauptversammlung am 27.April 1929 fand im Gasthof Hölzerbräu statt. Dabei wurden Josef Baumgartner und Ignaz Zimmermann für 40-jährige und Ludwig Freinberger, Balthasar Faßreiner und Franz Hupfauer für 25-jährige Dienstzeit geehrt. Wiedergewählt wurden Herr Weigl ( 1. Vorstand ) und Herr Zimmermann ( Schriftführer und Kassier ). Die Neuwahl des Kommandanten und seines Adjutant zieht sich in die Länge. Nach langen hin und her wurde Hans Widmann, Bäckermeister zum Kommandanten gewählt. Sein Adjutant blieb Hans Melzl. 
Hans Widmann, Kommandant und Bürgermeister in Ebersberg 1930-1930 Gleichzeitig wurde in dieser Hauptversammlung bei den zuständigen Stellen der Antrag gestellt, die derzeit vorhandene Pflicht- feuerwehr aufzulösen. Nach langen Schriftverkehr wurde dieser Antrag am 14. August 1929 abgelehnt. 


Erst ein Jahr im Amt, mußte Hans Widmann, da er am 08. Dezember 1929 zum Bürgermeister gewählt wurde, sein Amt wieder zur Verfügung stellen. Nach der Übung am 03. Mai 1930 wurde im Rahmen der Hauptversammlung Hans Melzl zu seinem Nachfolger gewählt. 
Kommandant Hans Melzl In der Sitzung des Gemeinderates am 03. Juni 1930 wird der Beschluß gefasst, rückwirkend ab 01. April 1930 eine Brand- schutzabgabe eingeführt. 4 von der Feuerwehr noch zu benennende Mitglieder sollen eine Satzung hierzu entwerfen und festsetzen. Die Jahre 1933 - 1945 Im Januar 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Die darauf folgende Gleichschaltung hat zur Folge, daß die Feuer- wehrvereine aufgelöst werden,und die Feuerwehr als Feuerschutzpolizei zukünftig auch Polizeiaufgaben wahrzunehmen hat. Aufgrund der politischen Situation sind auch die Kommandanten "von Amts wegen" neu zu wählen. Bei der Versammlung am 14. Oktober 1933 wird Emil Hartnagel zum Kommandanten und Ferdinand Schleich zum Stellvertreter gewählt.( Die Ära Schleich endet erst 30Jahre später.) Der Dienst wird stark an das Militär angelehnt, und Drill sowie Disziplin werden groß geschrieben. Am 08. März 1934 stirbt im Alter von 80 Jahren das Gründungsmitglied Josef Fichter. Die neue Motorspritze der Feuerwehr Ebersberg wird am 18. Januar 1936 bestellt. Sie war bis zum Jahre 1962 im Dienst. Ende der 80-iger Jahre wird die TS von Winfried Rhenes restauriert. Sie steht nun im Feuerwehrhaus in der Eberhardstr. 


Durch den Rücktritt von Kommandant Emil Harnagel, der " ...die Feuerwehr nicht so auf die Höhe bringen konnte, wie ich es ur- sprünglich wollte", sind Neuwahlen notwendig. Die Wahlen werden am 18. Februar 1936 durchgeführt und Ferdinand Schleich wird am 27. März mit seiner Ernennungsur- kunde in diesem Amt bestätigt. 

Ferdinand Schleich Kajetan Loibl, letztes lebendes Mitglied aus der Gründerzeit der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg, verstirbt nach über 60-jähriger Mitgliedschaft am 25. Februar 1937. Dienstag, 16. November 1937 Großfeuer Anwesen Hupfauer Gegen 00.30 Uhr brach imAnwesen Hupfauer in der Ulrichstr. im Stadel ein Großfeuer aus. Dank des großartigen Einsatzes der Feuerwehr Ebersberg konnte das Wohnhaus vor den Flammen gerettet werden. Am 18. Februar 1938 wurde die Wehr zum Großbrand in der Brauerei nach Forsting gerufen. Zahlreiche Wehren aus dem Umkreis konnten den Brand nach 10 Stunden löschen. Bereits zu dieser Zeit wurden bereits zahlreiche Luftschutzübungen für die Feuerwehr durchgeführt. Außerdem wurden bereits "Führerkurse" ( entspricht den heutigen Zugführer-Kursen ) abgehalten. 
Mit Kriegsbeginn im September 1939 mussten zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr Ebersberg zur Wehrmacht einrücken. Viele kehrten nicht mehr nach Hause zurück. Mit Kriegsbeginn und der Bombardierung von München musste die Ebersberger Feuerwehr auch in der Landeshauptstadt Löschhilfe leisten. Diese Einsätze waren wahrlich nicht ungefährlich wie man sich vorstellen kann. Übungsdienst wurde so weit wie möglich aufrecht erhalten, Einsätze in Ebersberg und Umgebung waren ebenfalls zu bewältigen. Nachfolgend einige Schriftstücke aus den Jahren 1939 - 1945. 
Ernennungsurkunde F. Schleich zum Wehrführer 
Verfügung des Landrats 



Mit Kriegsende im Mai 1945 wurden durch die Amerikaner zahlreiche Änderungen angeordnet. 19. Oktober 1945 Schleich Ferdl wird von den Amerikanern seines Amtes als Kommandant enthoben. 29. Oktober 1945 Ludwig Ostermeier wird vom Gemeinderat zu seinem Nachfolger gewählt und durch diesen auch bestätigt. 


Ludwig Ostermeier, vom Gemeindrat zum Kommandanten gewählt Nach dem Krieg war Treibstoff ein besonderes Gut. Um eine ausreichende Versorgung für die Feuerwehr sicherzustellen, wurde jeder Feuerwehr eine gewisse Menge zugeteilt. 
Auch der Übungsbetrieb musste wieder organisiert werden. Dazu wurden von Kreisbrandinspektor Gröbmaier genaue Anweisungen gegeben. 
Die Alarmierung wurde überprüft, eine Errichtung von Melderschleifen konnte aber in Ebersberg nicht verwirklicht werden. 
Am 13. Juli 1948 wurde die Tragkraftspritze vom TÜV einer genaueren Überprüfung unterzogen. 
Ludwig Ostermeier, der am 29. Oktober 1945 vom Gemeinderat zum Kommandanten gewählt wurde, ist am 6. Mai 1946 von Ferdinand Schleich abgelöst worden. Erstmals seit Januar 1933 ist ein Kommandant wieder nach demokratischen Regeln von der Mannschaft gewählt worden. Michael Zwingler ist sein Stellvertreter. Montag, 25. Oktober 1948 Der Kosterbauhof brennt!! Um 13.30 Uhr brach im Heustadel über dem Ochsenstall ein Feuer aus, daß innerhalb kürzester Zeit den gesamten Dachstuhl erfasste. 
Das Gebäude sollte nicht zum letzten Mal ein Raub der Flammen werden..... In der Gemeinderatssitzung vom 21. Dezember 1949 wird erstmals die Motorisierung der Feuerwehr Ebersberg besprochen. Kurze Zeit später soll das auch Verwirklicht werden..... .... und am 11. April 1950 ( Karfreitag!!!!) war es eindlich soweit. Das erste Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg. Aus Beständen der US-Army wurde ein "Doge" ( 3-Achser-Fahrgestell mit 90 PS-Benzinmotor ) beschafft. Mechaniker Georg Birkmaier und seine Helfer bauten das Fahrzeug so um,daß es für den Feuerwehrdienst geeignet war. 
Bei zahlreichen Bränden leistete dieses Fahrzeug,das bis 1969 im Dienst war,wertvolle Dienste. So etwa am 19. Februar 1953. Gegen 18 Uhr ertönte die Sirene vom Rathausdach und jeder konnte es sehen: " Beim Hölzerbräu brennt´s"!!! Feuerwehren aus Oberndorf, Steinhöring, Grafing, Nettelkofen und Kirchseeon unterstützten die Ebersberger Wehr bei ihrem Kampf gegen die Flammen. Auch die ehrenamtliche Nächstenhilfe läßt in dieser Zeit stark zu wünschen übrig. Bei der Hauptversammlung am 30.Mai 1953 berichtet Kommandant Schleich, daß "die Zahl der aktiven Mitglieder so starkt zurück gegangen ist, daß ich unter diesen Umständen nicht mehr weitermache..". In der Gemeinderatssitzung am 2. Juni 1953 wird beschlossen eine Versammlung der Hauseigentümer einzuberufen. Wird dort keine Lösung gefunden wird die Einführung einer Pflichtfeuerwehr in betracht gezogen. 1954 - das TLF 15 Typ Bayern wird vorgestellt Von der Fa. Magirus wird das TLF 15 vorgestellt - es sollte ein harter Kampf werden bis das Fahrzeug in Ebersberg ist..... Gemeinderatssitzung vom 4. Mai 1954 Vom Landratsamt wird die Erhöhung auf 44 Mann gefordert. Bürgermeister Mayer startet einen Aufruf an die Bevölkerung Ebersbergs, sich der Feuerwehr anzuschließen um "den Brandschutz für unsere Gemeinde ausreichend sicherzustelle..." Durch die Motorisierung mit dem "Doge" wird auch das Einsatzgebiet stark ausgeweitet. Im ganzen südlichen Landkreis und z.T. auch im Norden wird die Feuerwehr Ebersberg eingesetzt. Im Frühjahr 1955 wird eine große Holzleiter beschafft. Am 12. Mai 1955 beschließt der Kreistag den Tauf eines TLF 15 Typ Bayern und bestellt das Fahrzeug am 18. Juni 1955. 


Nach langen Diskussionen wird dann entschieden : Der "Tanker" kommt nach Ebersberg!!! Abholung des Fahrzeuges am 10. November 1955 im Magiruswerk in Ulm. 
v.l.n.r. KBI Ignaz Fuchs, Georg Birkmaier, Egon Lohmaier, Frau Josepha Schleich, Sebastian Angermaier, Herr Kannowski, Lothar Lohmaier, Georg Grimm Eberhard Schöpf, Alfred Reiser, Kdt. Ferdinand Schleich Fotograf Erich Bischoff April 2005 - 50 Jahre später... 
v.l.n.r. Erich Bischoff, Georg Grimm, Sebastian Angermaier; Egon Lohmaier, Lothar Lohmaier Weihe des Fahrzeugs am 4. Dezember 1955 
Der erste Einsatz des "Tankers" war einen Tag später am 5. Dezember 1955 bei einem Wohnhausbrand in Reith. Wie damals üblich haben die Hauseigentümer bei Brandausbruch zusammen mit den Nachbarn damit begonnen, das Wohnhaus auszuräumen. Als die Ebersberger Feuerwehr mit dem Tanker am Brandort eintrafen, sagten die dort Anwesenden: "Was wollt ihr mit dem Riesenauto - wir brauchen Wasser". Gesagt-Getan Innerhalb weniger Minuten war der Brand gelöscht. Mit der Indienst-Stellung des TLF erweiterte sich das Einsatzgebiet schlagartig. Im gesamten Landkreis Ebersberg, sowie darüber hinaus wird das Fahrzeug eingesetzt. Dies hing mit der im Landkreis einzigartigen und schnellen Alarmierung der Ebersberger Feuerwehr zusammen. Da im Rathaus im 1. Stock die Polizei untergebracht war, und diese sich immer sicher war, daß die alamierte Feuerwehr auch ausrückte ( die Polizei konnte beim Ausrücken ja zusehen ) wurde der "Tanker" immer mitalamiert. In den darauf folgenden Jahren konnte der Sinn und Zweck dieses Fahrzeuges immer wieder unter Beweis gestellt werden. Bei zahlreichen Großbränden konnte beim Eintreffen des "Tankers" festgestellt werden . "Endlich haben wir Wasser" und größere Schäden konnten vermieden werden. Die Kommandanten Schleich und Zwingler waren darauf bedacht, den Ausbildungsstand und die Ausrüstung immer auf dem aktuellsten Stand zu halten. Im Jahr 1958 feierte Kommandant Ferdl Schleich sein 40-jähriges Dienstjubiläum. 
Anfang der Sechziger-Jahre wurde erstmals von den Kommandanten die Unterbringung der Feuerwehr mit dem damaligen Bürgermeister Lehnert besprochen. Eine Einigung konnte hierbei nicht erziehlt werden. Mitlerweile war die Fahne der Feuerwehr aus dem Jahr 1887 in die Jahre gekommen und auch stark beschädigt. Nach eingehender Planung und Vorbereitung war es am 26.Juli 1964 soweit -die neue Fahne konnte geweiht werden. 
Zahlreiche Vereine folgten der Einadung und bei herlichem Wetter konnte die neue Fahne von Stadtpfarrer Grabmeier geweiht werden. 


Am 2. Mai 1965 legte erstmals eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg dasLeistungsabzeichen Stufe 1 "Löschen" ab. Georg Heilbrunner, Sebastian Neumayr, Michael Lanzinger, Ludwig Margraf, Heinrich Janka, Georg Reischl, Herbert Alscher, Willi Muchka und Rudi Wagner legten mit Erfolg die Prüfung ab. Kommandant Ferdinand Schleich erkrankt im Januar 1966 und übergibt die Führung der Feuerwehr an seinen Stellvertreter Michael Zwingler. Bei der Hauptversammlung am 3. April 1966 wird Michael Zwingler als Nachfolger von Ferdl Schleich zum Kommandanten gewählt.  Kommandant Michael Zwingler
Sein Stellvertreter wird Georg Heilbrunner.
Ferdinand Schleich wird zum Ehrenkommandant ernannt. Damit endet eine 30-jährige Ära in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg. Von 1936 bis 1966 war Schleich in verantwortungsvoller Position bei der Ebersberger Feuerwehr tätig. Im Stadtteil Südwest wurden im Jahr 1966 hohe Häuser errichtet. Da kein zweiter Rettungsweg vorhanden war, musste von der Stadt Ebersberg eine Drehleiter beschafft werden. Am 6. Juli 1966 wurde ein entsprechendes Fahrzeug vorgeführt und erworben. Mit dem Erwerb des Fahrzeuges wurde die Platznot der Feuerwehr klar ersichtlich. Kurzfristig konnte bei Georg Birkmaier eine Garage angemietet werden. Es kam aber immer wieder vor, daß besagte Garage auf dem Hof von Georg Birkmaier zugeparkt wurde. Dieser Zustand war nicht tragbar. Kommandant Zwingler und sein Stellvertreter Georg Heilbrunner sprachen immer wieder bei Bürgermeister Lehnert vor, um diesen Misstand zu beseitigen.Mit dem Hinweis auf andere Projekte, die die Stadt derzeit stemmen müsse, könne diese Problem derzeit nicht gelöst werden. Außerdem wurde immer deutlicher, daß der Doge nicht mehr zeitgemäß war und außerdem auch schon technische Mängel hatte, die nicht mehr zu übersehen war. Auch hier war eine Ersatzbeschaffung dringend notwendig. Zwei Gruppen legten am 29. August 1967 mit Erfolg die Leistungsprüfung ab. 
Da eine Lösung des Platzproblems nach wie vor nicht gefunden wurde, erklärte Michael Zwingler am 10. Mai 1968 seinen Rücktritt. Bei der Hauptversammlung am 12.08.1968 wird Georg Heilbrunner zum Nachfolger gewählt. Stellvertreter wird Sebastian Neumayr. Während der Hauptversamlung überrascht Bürgermeister Lehnert die Feuerwehr mit der Zusage, die beiden städtischen Garagen neben dem Kino zu räumen und der Feuerwehr zur Verfügung zu stellen. 
Die neu gewählten Kommandanten konnten Bürgermeister Lehnert davon überzeugen, daß für den Doge ein neues Fahrzeug beschafft werden musste. Vorher konnten sie allerdings ein Geschenk von Josef Wutzer in Empfang nehmen. Der Bienenkönig, wie er in Ebersberg genannt wurde, hatte schon lange Zeit eine freundschaftliche Bindung zur Ebersberger Feuerwehr. Er musste von Georg Heilbrunner und Sebastian Neumayr nicht lange überredet werden, um der Feuerwehr einen VW-Bus zu spenden. Am 21. Februar 1969 konnte das Geschenk übergeben werden. 

Am 2. Mai 1969 konnte das neue LF 8 bei der Fa. Magirus in Ulm in Empfang genommen werden. 
Zwei Tage später wurden beide Fahrzeuge durch Pfarrer Grabmeier gesegnet und in Dienst gestellt. Im Januar 1970 wird erstmalsvon Ebersberger Feuerwehrmännern ein Lehrgang für Atemschutzgeräteträger besucht. Rudi Wagner und Sebastian Neumayr nehmen mit Erfolg teil. Ebenfalls im Januar 1970 wird der altersschwache Doge verkauft und verschrottet. Im Mai 1970 wurde die Feuerwehr zu einem Waldbrand nach Gmaind alamiert. 
Der erste Einsatz mit den neu beschafften Atemschutzgeräten war am 30. Mai 1970. Bei einem Kellerbrand in der Ringstraße in Ebersberg wurden die Atemschutzgeräte erstmals eingesetzt. Max Schauberger, Mitglied der Feuerwehr Ebersberg und Mitarbeiter der Fa. Neller in Steinhöring, informiert die Kommandanten im Februar 1971, daß bei seinem Arbeitgeber 8KvA-Stromerzeuger zu erwerben sind. Ein Aggregat wird erworben und in Eigenregie im LF 8 eingebaut. Das Jahr 1972 sollte ein Ereignissreiches Jahr werden. Im Zuge der Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 1972 in München wurde die Freiwillige Feuerwehr Ebersberg in den Alarmplan der Berufsfeuerwehr München für die Olympiade aufgenommen. Aus diesem Grund wurden im Frühjahr 1972 die ersten Funkgeräte beschafft und in die Fahrzeuge eingebaut. 
Da im Juni 1972 auch Bürgermeisterwahlen anstanden, wurden die Kandidaten von der Feuerwehr zu einem Gespräch eingeladen, um die Positionen wegen des notwendigen Neubaus eines Feuerwehrhauses zu erörtern. Beide Kandidaten sagten zu, bei einer Wahl den notwendigen Neubau voranzutreiben. Hans Vollhardt wurde am 11. Juni 1972 zum Bürgermeister gewählt. Einen großen Fortschritt mt der Alarmierung gab es ab dem 1.Juli 1972. Ein Alarmgeber wurde bei der Polizeiinspektion Ebersberg eingebaut. Nun konnten die Feuerwehren mittels eines Sirenensteuergerätes verständigt werden. 
Am 29. September 1972 wurde Georg Heilbrunner als Kommandant und Heinrich Janka zum stellvertretenden Kommandanten gewählt. Bürgermeister Vollhardt erneuert in der Versammlung sein Versprechen, die Planungen für den Neubau voran zu treiben. 20.Oktober 1972 - Brand Anwesen Riedmayer 
Die Tiere im Stall konnten gerettet werden. Bürgermeister Vollhardt konnte während einer kurzfristig einberufenen Versammlung am 18. Januar 1973 der Feuerwehr mitteilen, daß das "Rossberger-Grundstück" an der Eberhardstraße für den Neubau des Feuerwehrhauses von der Stadt erworben werden konnte. Damit konnten die Planungen voran getrieben werden. Am 9. März 1973 verstarb Michael Zwingler, der über 30 Jahre in verantwortungsvoller Position die Feuerwehr Ebersberg führte. Die Gebietsreform warf auch ihre Schatten auf die Feuerwehr.Während des Eingliederungsverfahrens im Jahr 1973 wurde festgelegt, daß die Gemeinde Oberndorf mit ihrer hiesigen Freiwilligen Feuerwehr in die Stadt Ebersberg mit eingegliedert wird. Das Jahr 1974 stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen für den Neubau des Gerätehauses an der Eberhardstraße. Am 04. Dezember 1974 wurde der Bauplan genehmigt. 03. März 1975: Baubeginn 
Trauertag für die Freiwillige Feuerwehr Ebersberg. Ferdinand Schleich, über 30 Jahre in verantwortlicher Position bei der Feuerwehr Ebersberg, verstirbt am 20. Mai 1975. Er hatte mit entscheidend beim Wiederaufbau der Feuerwehr nach 1945 beigetragen. Zahlreiche Einsätze sind auch im Jahr 1975 zu bewältigen. So auch am 29. September 1975. Gegen 05.00 Uhr brach in der Galvanik der Fa. Rodenstock in Ebersberg verm. durch einen Kurz- schluß ein Großbrand aus. Trotz einem Großaufgebot verschiedener Feuerwehren brannte die Halle aus. 
Der Jahreswechsel 1975/1976 beginnt mit der Beseitigung von zahlreichen Sturmschäden im Stadtgebiet. Im März 1976 wird der neue Schutzanzug "Bayern 2" vorgestellt und bei den Freiwilligen Feuerwehren eingeführt. Bei der am 12. März 1976 stattfindenden Kommandantenversammlung wird der Rettungsspreizer vorgestellt, der vom Landkreis beschafft wird und in Vaterstetten stationiert ist. Bedingt durch die Wirtschaftskrise wird auch der Neubau des Feuerwehrhauses hinterfragt. Im Stadtrat ist dies aber kein Thema, man beschließt aber, den Neubau den wirtschaftlichen Verhältnissen der Stadtfinanzen anzupassen. Die Feuerwehr besucht im Juni die Hauptschule Ebersberg, wobei die Drehleiter das Highlight ist. 
September 1976 - der Rohbau ist fast fertig 
Im Jahr 1977 gab es zahlreiche Großbrände im Landkreis. So auch am Montag, 13. Juni 1977. Gegen 21.30 Uhr wird der Polizei ein Großbrand im Landschulheim Oberelkofen gemeldet. Die alamierten Feuerwehren - auch Ebersberg und Assling - machen sich auf den Weg nach Oberelkofen. Zeitgleich kommt eine Meldung über einen zweiten Großbrand - in Assling!! Die FF Ebersberg wurde sofort nach Assling umgeleitet und war dort für einige Zeit auf sich alleine gestellt. In Oberelkofen angekommen, wurde die FF Assling - noch ohne Funk - umgehend wieder nach Hause geschickt. Der langjährige Bürgermeister Ferdinand Lehnert wird am 24. Januar 1978 beigesetzt. Die Feuerwehr Ebersberg stellt eine Ehrenwache für den Alt-Bürgermeister. 
Während einer Einsatzfahrt wird der VW-Bus starkt beschädigt, eine Reparatur ist nicht möglich. Von der Fa. Reiser wird ein gebrauchter Bus erworben und in Eigenregie umgebau. Im März 1978 wird er in Dienst gestellt. 
Zum 1. April 1978 wird Roland Krämer von der Feuerwehr Ebersberg zum Kreisbrandmeister bestellt. Im Mai 1978 stellen die beiden Kommandanten Georg Heilbrunner und Sebastian Neumayr das neue Ärmelabzeichen für die Schutz- anzüge "Bayern 2" vor. Die Anzüge werden mit dem Neubau des Gerätehauses beschafft. 
27. Juli 1978 - PKW brennt am Kapser Berg 
Sommer 1978 - es ist soweit!!!! 
Am 18. Oktober lädt Bürgermeister Vollhardt zur Einweihung des neuen "Feuerlöschhauses" ein. Nach jahrelangen Planungen konnte das neue Gerätahaus endlich bezogen werden. Vorher wurde die alte Garage im Rathaus nach mehreren Jahrzehnten entgültig zugesperrt.  Otto Zitzelsberger beim Abschließen der Garage am Rathaus
Das neue Gerätehaus mit Fahrzeugen 
Im November 1978 fanden dann erstmals die Ehrungen für verdiente Feuerwehrmitglieder im neuen Gerätehaus statt.  v.l.n.r Hans Binsteiner, Anton Lettl, Bernhard Pöllinger, Rudi Wagner, Dieter Reith, Ludwig Margraf, Fritz Bartl, Otto Zitzelsberger, Josef Heilbrunner, Robert Stemmer, Roland Krämer
 Josef Heilbrunner, Alfred Reiser, Walter Watzl, August Paul, Willi Muchka, Eberhard Schöpf Kommandant Georg Heilbrunner, Bürgermeister Hans Vollhardt
Weitere Bilder zur Gerätehauseinweihung finden sie in unserer Bildergalerie. Bei der Jahreshauptversammlung am 30. März 1979 stellen sich Kommandant Georg Heilbrunner und sein Stellvertreter Sebastian Neumayr nicht mehr zur Wahl. Zu den Nachfolgern werden August Paul ( li., Kommandant ) und Anton Lettl ( re., Stellvertreter ) gewählt. 

Während dieser Hauptversammlung wurde das Problem der Drehleiter angesprochen. Eine Neuanschaffung war dringend notwendig. Ebenso war in absehbarer Zeit ein Ersatz für das TLF zu beschaffen. Kurios: Kurz vor der Hauptversammlung musste die Feuerwehr noch zu einem Flugzeugabsturz einer Sportmaschine ausrücken. Im April 1979 wird die Atemschutzpflegestelle für den Landkreis Ebersberg in Betrieb genommen. Auch die Technik für die Alamrmierung bleibt nicht stehen. Im Mai 1979 werden die ersten Funkmeldeempfänger ausgegeben. 
Am 10. Juli 1979 werden die ersten Prüfungen für das Leistungsabzeichen im neuen Feuerwehrhaus abgenommen. v.l.n.r KBI Schörner, KBM Krämer, Wagner Rudi jun., Zimmermann Gerd, Rausch Alois, Rhenes Winfried, Ziegelmeier Christoph, Kronseder Klaus, Proske Günter, GF Zitzelsberger Otto, Bgm. Hans Vollhardt, Kdt. August Paul
 KBI Gunszt, KBI Schörner, KBM Krämer, Schneider Sepp, Proske Rudi, Huber Josef, Reith Karl, Reith Dieter, Rank Günter, stellv.Kdt. Anton Lettl, Meier Alfred, BlatterspielOtmar, Kdt. August Paul, Bgm. Hans Vollhardt, KBR Schiller
Am 25. Juli 1979 wurde die Feuerwehr Ebersberg zu einem Dachstuhbrand im Betreuungszentrum gerufen. Durch beherztes Eingreifen der Feuerwehren, besonders der Trupps im Innenangriff, konnten alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. 
Nachdem bei der Hauptversammlung im März die Situation mit der alten Drehleiter angesprochen wurde, reagierte die Stadt darauf umgehend. Am 30.Oktober 1979 wurde bei der Fa. Magirus in Ulm die neue Drehleiter abgeholt. 
Das Jahr 1980 sollte ganz Ereignissreich werden. Am 06. Februar 1980 konnte Bürgermeister Vollhardt von der Bayerischen Versicherungskammer einen Scheck für das neue Tanklöschfahrzeug in Empfang nehmen. Das TLF aus dem Jahr 1954 muß ersetzt werden. Außerdem wird bekannt gegeben, daß der Kreisfeuerwehrtag wieder einmal in Ebersberg stattfinden wird. Am 03.Mai 1980 wird vom Landkreis der neue RW 2 in Auftrag gegeben. Dieses Fahrzeug wird in Ebersberg stationiert. 01. Juni 1980 - Kreisfeuerwehrtag in Ebersberg !!! ( Einige Bilder dazu in der Bildergalerie) 
Die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg zum Kreisfeuerwehrtag 1980 
31. August 1980 - das erste Gartenfest - noch ohne Ochsenbraterei 
Wegen eines Getriebeschadens am TLF von 1954 war die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Ebersberg nicht mehr gewährleistet. Otto Zitzelsberger (li.) und Anton Lettl (re.) konnten am 19. Dezember 1980 ein Leih-TLF der Fa. Magirus in Empfang nehmen. 
Ein "Christkindl" gibt es dann auch noch. Bei der Fa. Bachert in Friedrichshafen wird am 23. Dezember 1980 der vom Landkreis neu beschaffte RW übernommen. 
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