Oldtimer

Restaurierung des TLF 15/53

Die Restaurierung unseres „Alten Tankers“

Geschichte des Fahrzeuges

Im Jahr 1954 wurde für den Landkreis Ebersberg durch den Kreistag das 1. Tanklöschfahrzeug beschafft. Nach langen Diskussionen wurde das Fahrzeug schließlich in Ebersberg stationiert. Es handelt sich hierbei um ein TLF 15/53 von Magirus Deutz. Aufbau und Pumpe sind ebenfalls vom selben Hersteller.

Ursprünglich war das Fahrzeug mit einem 4-Zylinder-Reihenmotor ausgestattet. Dieser wurde aber kurz nach Inbetriebnahme durch das Magiruswerk in Übersee am Chiemsee durch einen 6-Zylinder-V-Motor mit 125 PS ersetzt.
In den 60-iger Jahren wurde das Fahrzeug immer wieder umgebaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Dazu wurde eine den damaligen Vorschriften ensprechende Beleuchtungsanlage angebaut.

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Anfang der 80-iger Jahre wurde das Fahrzeug neu lackiert und der Wassertank wurde komplett entrostet und neu isoliert. Für diese Arbeiten im Inneren des Tankes wurden, bedingt durch die starke Staubentwicklung, Atemschutzgeräte verwendet!!

Im selben Zeitraum wurde nach einem Getriebeschaden das Getriebe überholt.

Der Lankreis als damaliger Eigentümer wollte das Fahrzeug aufgrund dieses Getriebeschadens eigentlich verkaufen.
Unser damaliger Kommandant August Paul konnte dies verhindern und die Stadt Ebersberg erwarb das Fahrzeug für den symbolischen Preis von 1.- DM. 

Nach dieser Überholung wurde das Fahrzeug wieder in den Einsatzdienst gestellt. Gleichzeitig wurde aufgrund des Alters unseres „Tankers“ ein TLF 16/25 von der Fa. Magirus Deutz im Jahr 1980 neu beschafft.

Vom 17.5.-19.5.1996 nahmen wir erstmals an einem Oldtimertreffen in Salem am Bodensee teil.

Von verschiedenen Teilnehmern angesprochen, reifte daraufhin die Idee, unseren „Tanker“ originalgetreu zu restaurieren.

Nachfolgend sehen sie nun die „ Restaurierungsgeschichte“

  • Ab Januar 1998

Zerlegung des ganzen Fahrgestelles mit Ausbau und Überholung des Motors, die Achsen wurden nicht ausgebaut
Demontage der gesamten Elektrik – Aktion Seitenschneider
Instandsetzung der Bremsanlage und Erneuerung der Radlager und Aufhängungsteile
Reinigung des Fahrgestelles bei der Fa. Aldi in Ebersberg an 2 Wochenenden mit dem Dampfstrahler anschließend Fahrgestell für das Lackieren vorbereiten
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  • Mai 1998

Der Motor wird nach seiner Überholung wieder in das Fahrgestell eingebaut.

  • Juli 1998

Das Fahrgestell wird von Hans Koch neu lackiert
Der neue Kabelbaum wird in das Fahrgestell eingezogen
Die 1. Probefahrt mit dem Fahrgestell wird durchgeführt !!!
In diesem Zeitraum werden die Pumpenschaltung, Lenkung und die Stirnwand überholt und wieder ein- bzw. wieder zusammengebaut.

Unser Gutachter Roland Holzhauser, der uns während der ganzen Restaurierung unterstützte, sagte nach seinem 1. Besuch im Sommer 1998, als er das zerlegte Fahrzeug erstmals sah :

„ Ihr seid ja verrückt, was ihr da macht !“

 
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  • Herbst 1998

Auslagerung des Fahrgestelles
Arbeitsaufwand Fahrgestell ca. 1200 Arbeitsstunden
Materialkosten ca. € 3000.-

  • Ab Januar 1999

Beginn Instandsetzung Mannschaftsraum – das böse Erwachen. Beim Zerlegen des Mannschaftsraums wurde erst klar wie der Zahn der Zeit am Blech genagt hat.

Mannschaftsraum wird komplett abgeschliffen und die notwendigen Spenglerarbeiten durchgeführt

  • Oktober 1999

Mannschaftsraum wird am städtischen Bauhof grundiert, anschließend erfolgt der Rücktransport ins Feuerwehrhaus.
Instandsetzung der Anbauteile ( Kotflügel, Stoßstange,.. ) des Mannschaftsraums

Gesamtarbeitsstunden Ende Dezember 1999 ca. 2500 Stunden
Materialkosten jetzt bei ca. € 6500.-

 
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  • Das Jahr 2000

Überholung der Feuerlöschkreiselpumpe
Instandsetzung von vielen Einzelteilen des Mannschaftraums ( Schalter, Innenausstattung,..), die unendlich viel Zeit beansprucht hat.


  • Dezember 2000

Vorbereitung des Mannschaftsraums zu Lackieren

Freitag, 20. Februar 2001
Der Mannschaftsraum wird zum Lackierer transportiert – Lackiererei Wieser in Grafing

Wochenende 21. und 22. Februar 2001
Der Mannschaftsraum wird lackiert und wieder nach Ebersberg gebracht

 
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  • März 2001

Der Mannschaftsraum wird auf das Fahrgestell aufgesetzt.

  • März 2001 – Dezember 2001

Innenausbau des Mannschaftsraums
Gesamtarbeitsstunden Ende 2001 ca. 3500 Stunden
Materialkosten bei ca. € 10000.-

Erstmals wird ein genaues Datum für die Fertigstellung der Restaurierung genannt.
Zum Kreisfeuerwehrtag am 27. Juni 2004 soll das Fahzeug fertig sein.

  • Januar – Dezember 2002

Nachdem das Führerhaus und der Mannschaftsraum wieder zusammengebaut waren, konnte mit der Instandsetzung des Aufbaus begonnen werden. Dabei zeigte sich, daß die Isolierung im Wassertank die bei der Instandsetzung Anfang der 80-iger Jahre aufgetragen wurde, vollständig in Ordnung war !!

Die Seitenteile wurden abgebaut, und im Sommer 2002 in der Kiesgrube der Fa. Hans Held in Ebersberg zusammen mit dem Aufbau sandgestrahlt.
Bei ca. 30 Grad im Schatten eine undankbare Arbeit!
Anschließend wurde der Aufbau grundiert und im Januar 2002 wieder bei der Fa. Wieser lackiert

Die grosse Pause !!!
Nach der Lackierung des Aufbaus war der Arbeitsgeist so am Boden, daß erst im Mai 2002 die Arbeiten wieder aufgenommen wurden.

 
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  • Juni 2002

Der fertig lackierte Aufbau wird auf das Fahrgestell aufgesetzt.
Erstmals kann man wieder ein Feuerwehrauto erkennen.

 
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  • Juni 2002 – Dezember 2003

Instandsetzung aller Türen von Mannschaftsraum und Aufbau.

Für die Türen des Aufbaus in G1 und G2 mussten neue Rahmen und Blechabdeckungen angefertigt werden.
Der Arbeitsaufwand für eine Tür in Handarbeit betrug ca. 30 Stunden !!!
Gleichzeitig wurde die Elektrik neu verlegt und angeschlossen.
Neubau der Holzteile für den Innenraum der Mannschaftskabine und den Aufbau

Gesamtstunden Ende 2003 ca. 4800 Stunden
Materialaufwand ca. € 12500.-

Der Endspurt

Als Fertigstellungstermin wurde der Kreisfeuerwehrtag mit dem Oldtimertreffen am 26. /27. Juni 2004 festgelegt.

Da ja nun auch der Kreisfeuerwehrtag mit organisiert werden musste, war jedem klar das der Termin nur mit vereinten Kräften zu erreichen war.

Von Januar bis Juni 2004 wurde die Endmontage durchgeführt. Dabei wurde fast täglich bis 00.00 Uhr am Fahrzeug gearbeitet, an den Wochenenden zum Teil auch die ganze Nacht. 

  • Am 25. Juni 2004 war es endlich soweit

Nach über 6 Jahren, einem Arbeitsaufwand von ca. 5500 Stunden und Materialkosten von ca. € 16000.- konnten wir unseren nun orginalgetreu restaurierten „ Alten Tanker „ wieder der Öffentlichkeit präsentieren.

Wir waren stolz, den von uns gesteckten Termin einhalten zu können !!

Das 1. Oldtimertreffen ( noch mit rotem Kennzeichen ) besuchten wir am 10. Juli 2004 beim TÜV München.

Am 11.9.2004 wurde unser „Tanker“ erstmals als Hochzeitsauto eingesetzt.

Das Fahrzeug wurde am 6. November 2004 für € 1.- von der Stadt Ebersberg gekauft, und ist nun in Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg e.V:

Das Gutachten für den TÜV wurde von Roland Holzhauser am 25. Juni 2005 fertiggestellt. Er hat uns über die gesamte Dauer der Restaurierung begleitet.

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Der große Tag war dann am Samstag, 23. Juli 2005 – TÜV!!!

Ohne Mängel haben wir die heiß ersehnte Plakette erhalten !!

Seitdem waren wir mit unserem Fahrzeug auf unzähligen Odtimertreffen und er wurde schon einige Male als Hochzeitsauto benutzt.

An der Restaurierung haben mitgewirkt

Sigi Betz, Otmar Blatterspiel, Peter Jäckle, Achim Krauß, Stefan Lettl, Günter Matejka,Christian Miedl, Torsten Müller, August Paul, Robert Paul, Günter Proske, Uli Proske,Andreas Reischl, Dieter Reith, Albert Riederer, Josef Rippl, Franz Steidler, Bernhard Wagner,Rudi Wagner sen., Matthias Weigl, Christian Winnerl, Otto Zizelsberger,Karl und Michael Weinzierl

 

Ein besonderer Dank geht an

Hans Koch, Lackierer der Fa. Wieser Grafing

Kfz-Gutachter Roland Holzhauser

 

Unterstützt wurden wir von

Fa. Aldi, Ebersberg

Autohaus Eichhorn, Ebersberg

Fa. Hans Held Tiefbau, Ebersberg,

Lackiererei Wieser, Grafing

Fa. Hasenfratz, Sandstrahlerei, Lorenzenberg

Landtechnik Loidl, Altmannsberg

Bauhof der Stadt Ebersberg

Stadt Ebersberg

Josef Bauer, Kraiß

Franz Rottenfußer, Altmannsberg