Bürgerservice

Eisrettung

Im Ebersberger Umland sind eine Vielzahl von Seen zu finden. Besonders die Ebersberger Weiherkette, speziell der Egglburger und der Klostersee sind ein beliebtes Ausflugsziel für Bürger aus Ebersberg und München. Besonders in den kalten Wintermonaten werden diese Seen gerne zum Eislaufen und Eisstockschiessen aufgesucht, hier können bei zu dünnen Eisdecken besondere Gefahren entstehen. Im Nachfolgenden werden die wesentlichen Gefahren und Maßnahmen kurz aufgezeigt. 

  Besondere Gefahren im Winter:  Folgen:
  • niedrige Außentemperatur 

  • niedrige Wassertemperatur

  • Einbruch ins Eis 

  • Unterkühlung

  • Erfrierungen

  • Ertrinken 

 

 Erforderliche Eisdicken
  • einzelne Person............................................. 5cm
  • mehrere Personen (z.B. Eisstockschießen)........8cm
  • Schlittenfahrzeuge........................................12cm
  • für Fahrzeuge (z.B. Autos).............................18cm
  • bei fließenden Gewässern.........................15-20cm

 

Sollte im Ernstfall eine Person in den See einbrechen, so ist besondere Vorsicht geboten!
  • Tragfähigkeit des Eises prüfen

  • Dem Eingebrochenen niemals stehend näheren!

  • Rettung muß im Liegen erfolgen!

  • Reichen Sie dem Eingebrochenen niemals die Hand, benutzen Sie einen Schaal, Jacke oder ähnliches!
  • Wenn möglich mit Hilfsmitteln (Leiter, Bretter, usw.) Rettungsleitern werden rund um die Seen bereitgestellt

 


Grafik: Lehrbuch Rettungsschwimmen

 

 

 Sofortmaßnahmen bei Unterkühlung:
  • Unverzüglicher Transport ins Krankenhaus

  • Bei Verzögerung des Transports, Unterkühlten aus dem Gefahrenbereich an windstillen Ort retten

  • In einen Raum mit Zimmertemperatur bringen, nicht überwärmen.

  • Nasse Kleidung entfernen, in Decken hüllen

  • Den Betroffenen in völlige Ruhelage bringen - Beine jedoch nicht hochlagern!

  • Gliedmaßen nicht massieren

  • Ständige Kontrolle von Puls und Atmung

  • Bei vorhandenem Bewußtsein: heiße Getränke verabreichen - keinen Alkohol!

  • Notruf absetzten

 

Quelle: Rotes Kreuz / Ergänzungen: FFW Ebersberg

Waldbrand

Vermeidung von Waldbränden
durch richtiges Verhalten im Wald

  1. Beachten Sie behördliche Verbote!
  2. Kein offenes Feuer im Wald und in Waldnähe!
  3. Nicht rauchen im Wald!
  4. Achtung Autofahrer: Keine Zigarettenreste aus dem Auto werfen!
  5. Zufahrtswege zum Wald freihalten! (Im Falle eines Waldbrandes muss die Feuerwehr zufahren können!)
  6. Autos mit Katalysator nicht auf ausgetrockneten Grasstreifen abstellen! (Der Katalysator, der sich bodennah am Auspuff befindet, erhitzt sich beim Betrieb stark und kann leicht zum Ausgangspunkt für ein Bodenfeuer werden!)
Was tun, wenn‘s brennt im Wald?

Wer einen Brandherd im Wald entdeckt, muss zuerst prüfen:

Sofort löschen?

"Kann ich den Brandherd sofort löschen, ohne mich selbst zu gefährden?“ Dies wird in der Regel nur bei kleinen Bodenfeuern möglich sein.

  • Löschen mit Feuerlöschern
  • Austreten von kleinen Brandstellen
  • Auskehren mit Ästen
    Mit Zweigen das Feuer in gleichmäßigen, nicht zu schnellen Streichbewegungen "auskehren"

    Nicht in die Flammen schlagen! Dadurch kann das Feuer angefacht werden und der entstehende Funkenflug kann weitere Brände auslösen!
  • Abdecken der Brandstelle mit Sand, Kies oder Erde

Melden!

In jeden: Fall - auch wenn es so aussieht, als ob das Feuer gelöscht sei - die Feuerwehr und den Waldbesitzer so schnell wie möglich benachrichtigen!

Denn auch scheinbar erloschenes Feuer muss weiter beobachtet werden: Es kann durchaus vorkommen. dass die Glut im Untergrund erhalten bleibt und das Feuer sich von neuem ausbreitet! Die Feuerwehr bzw. der Waldbesitzer muss deshalb in diesen Fällen eine Brandwache aufstellen.

Die Meldung ist natürlich von zentraler Bedeutung. wenn man das Feuer nicht mehr selbst löschen kann, denn dann kommt es auf jede Minute an!

Also: Falls kein Handy oder kein Handyempfang vorhanden ist, ohne Umwege zum nächsten Haus oder zur nächsten Siedlung, an der ersten Glocke läuten und sofort die Feuerwehr benachrichtigen! (Notruf 112)

Was muss gemeldet werden?

  1. Wo?
    Die erste und wichtigste Angabe ist der Ort, an dem der Waldbrand sich entwickelt. Wenn man die Örtlichkeit nicht genau kennt, sollte man sich auf jeden Fall einprägsame Besonderheiten merken (großer Einzelbaum, Waldwiese, Gewässer o.ä.), die sich in der Nähe des Brandortes befinden.  
  2. Wie?
    Wie sah der Waldbrand bei der Entdeckung aus: Bodenfeuer? - Vollfeuer? - Was für ein Waldbestand ist betroffen? Herrschte starker Wind?
  3. Menschen in Gefahr?
    Oder besteht Gefahr für Sachwerte (Häuser, Einrichtungen) in nächster Umgebung?
  4. Wie bei allen Notfall-Meldungen ist es wichtig, die eigenen Personalien anzugeben.
  5. Wichtig ist auch der Ort, von dem man sich meldet: Auch dies kann zur Orientierung für die Einsatzkräfte helfen. Außerdem kann die Feuerwehr den Meldenden hier abholen, um von ihm möglichst schnell zur Brandstelle geführt zu werden.

 

Sommerzeit: Grillsaison...

Grillen erfreut sich gerade in den Sommermonaten großer Beliebtheit - nicht selten jedoch ereignen sich dabei auch schwere Unfälle mit dramatischen Folgen.

Ambitionierte Griller argumentieren oftmals "Ich mach' das jetzt schon Jahre lang so... Bis jetzt ist noch nie was passiert..."  Dass es trotz oder gerade wegen der vermeindlich angeeigneten Routine immer wieder zu schweren Unfällen kommt, beweisen kürzlich veröffentlichte Studien: Bundesweit kommt es pro Jahr zu 3000 bis 4000 Grillunfällen, wobei jedes zehnte Opfer schwerste Verbrennungen davonträgt.Verletzungen bei denen Brandbescheleuniger wie beispielsweise Brennspiritus im Spiel waren, sind besonders schwerwiegend. Bei der explosionsartigen Verbrennung können Temperaturen von bis zu 1800 Grad Celsius entstehen.

Wird Spiritus gar in die Glut oder das Feuer geschüttet, kann auf Grund eines entstehenden Flammenrückschlages der Behälter explodieren. Denken Sie daran, es kann nicht nur Sie betreffen, sondern auch Ihre Gäste oder Kinder, die sich in der Nähe des Grills aufhalten.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

www.paulinchen.de

 

 

 Die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin empfiehlt daher:

  1. Benutzen Sie keine flüssigen Brandbeschleuniger, aber auch keine gelartige Grillpasten! Wird etwa Spiritus in die Glut oder das Feuer nachgegossen, kann durch den Flammenrückschlag der Behälter explodieren und aus der Hand gerissen werden.
  2. Stellen Sie den Grill kippsicher im Windschatten auf! So vermeiden Sie Stichflammen durch Luftböen.
  3. Verwenden Sie ggf. Schutzhandschuhe und lange Grillzangen! 
  4. Kinder dürfen nicht in der Nähe des Grills spielen! Der Sicherheitsabstand sollte mindestens drei Meter betragen.
  5. Halten Sie immer Löschmittel bereit! Ein Eimer mit Wasser, Sand, eine Löschdecke oder ein Feuerlöscher gehören griffbereit zum Grillen dazu. Um entflammte Kleidung zu löschen, wird das Opfer auf dem Boden gerollt.
  6. Sollte Fett in Brand geraten, löschen Sie es nicht mit Wasser, sondern durch Abdecken!

 Quelle: Medizinische Hochschule Hannover, www.mh-hannover.de.

Rauchmelder retten Leben

Jährlich sterben in Deutschland rund 600 Menschen bei Bränden. Dabei geht die Hauptgefahr weniger vom Feuer, sondern vielmehr von der starken Rauchentwicklung aus.  Viele Opfer werden im Schlaf überrascht - bereits wenige Atemzüge im hochgiftigen Brandrauch führen zu bewusstlosigkeit und schließlich zum Erstickungstod.

Der schrille Warnton des Rauchmelders warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor Brandgefahr und verschafft so den nötigen Vorsprung um sich und die Familie in Sicherheit zu bringen.

Für Informationen zum Thema Rauchmelder steht Ihnen die Feuerwehr Ebersberg gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

 

Der richtige Umgang mit Feuerlöschern

Im Folgenden sind die wichtigsten Regeln im Umgang mit Feuerlöschern dargestellt.